Chronik Obervellach

OBERVELLACH - Eine Zeitreise durch die Gemeinde und ihre Umgebung

Im 10. Jh.                
wird velach, später Vellach und Obervellach bereits urkundlich
erwähnt. Die Urkunde stammt vom Bischof Abraham von Freising,
der zwischen 957 und 993 regierte.
Im 12. Jh. erwirbt ein Görzer Ministerialengeschlecht in Obervellach gräfliche
Rechte und erhält vom Bischof in Freising unser Gebiet.
Im Jahre 1164 wird die Burg Oberfalkenstein Sitz der Görzer Grafen.
Im Jahre 1256 wird Obervellach erstmals urkundlich als Markt (forum) bezeichnet.
Im Jahre 1313 wird schon ein Münzmeister in Obervellach genannt, ein Beweis für
die Wichtigkeit unseres Marktes schon im Spätmittelalter.
Im 15. Jh. gehen den Görzer Grafen im Frieden von Pusarnitz die Mölltaler
Besitzung an Kaiser Friedrich III. verloren, das Mölltal wird kaiserlich-habsburgerisch-österreichisch.
Im Jahre 1490 werden die Marktrechte auf kaiserliche Anordnung niedergeschrieben.
 Im Jahre 1494
und 1516
bestätigt Kaiser Maximilian I. die Privilegien zur Abhaltung von Wochenmärkten, fördert den Bergbau und führt die landesfürstliche Fron ein.
Im Jahre 1509 bestimmt derselbe Kaiser den Markt Vellach zum Sitz des Oberstbergmeisteramtes in Innerösterreich.
Im 16. Jh. erreicht der Gold- und Silberabbau seine höchste Glanzzeit.
Im Jahre 1557 dürfen die Obervellacher Bürger erstmals ihren Bürgermeister und einen Marktrichter wählen.
Im Jahre 1560 wird dem Markt ein Wappen verliehen.
Im 17. Jh. verarmt unser Markt mit dem Niedergang des Edelmetallbergbaues und der allgemeinen Münzverschlechterung (Inflation). Dazu kommen noch mehrmals schwere Überschwemmungen und Vermurungen durch den Kaponigbach (Gießen), erdrückende Steuern während des Dreißigjährigen Krieges und die Last der Einquartierung durchziehender Truppen.
Im Jahre 1689 entdeckt der Hirte Georg Pritschnig in der Großfragant ein Kupfervorkommen, dessen Abbau bis 1923 betrieben wird und dem Markt wieder neuen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.
Im Jahre 1717 erreicht eine Gieß des Kaponigbaches den Wasserhöchststand und richtet unsagbaren Schaden an.
Im Jahre 1740 kehren 50 Bergknappen aus Belgrad zurück, sie brachten eine Fahne, aber auch die Pest mit, an welcher 200 Menschen starben.
Im Jahre 1753 im April bricht im Markt ein Feuer aus, welches das Rathaus und sechs andere Gebäude einäscherte.
Im Jahre 1797
bis 1814
wird Obervellach in die tiefeingreifenden Ereignisse der französischen Invasion unter Kaiser Napoleon Bonaparte hineingezogen.
Im Jahre 1828 trifft Obervellach wieder eine verwüstende Kaponigbach-Gieß.
Im Jahre 1849 wird Obervellach Sitz eines Bezirksgerichtes.
Im Jahre 1850 wird Obervellach Sitz einer Großgemeinde mit den Gemeinden Obervellach, Flattach, Mallnitz, Penk und Kolbnitz; Sitz eines Bezirksgerichtes, eines Gendarmeriepostens und eines Öffentlichen Notariates.
Im Jahre 1856 wird das junge Kaiserpaar Franz Josef und Elisabeth auf seiner Durchreise durch das Mölltal feierlich auf dem Marktplatz empfangen.
Im Jahre 1896 kommt es mit Genehmigung der Hofkanzlei zur Bildung der selbstständigen Gemeinden Obervellach, Flattach, Mallnitz und Penk.
Im Jahre 1905 wird das Kraftwerk Lassach für den Bau des Tauerntunnels fertiggestellt.
Im Jahre 1909 wird die Südrampe der Tauernbahn mit dem Bahnhof Obervellach durch Kaiser Franz Josef feierlich eröffnet.
Im Jahre 1916 wird die märktische Wasserversorgungsanlage errichtet.
Im Jahre 1931 wird die lange ersehnte Seilschwebebahn vom Markt Obervellach zum Bahnhof eröffnet.
Ende des Jahres 1975 wird sie wieder stillgelegt.
Im Jahre 1941 wird die neue Mallnitzstraße eröffnet und der Bahnhof Obervellach ausgebaut.
Im Jahre 1963 feiern die Kirche und der Ort Obervellach ihr 1000-jähriges Bestehen.
Im Jahre 1968 wird das Schulzentrum mit der neuen Volks- und Hauptschule eingeweiht und eröffnet.
Im Jahre 1969 wird das Hallen- und Freibad in Obervellach eröffnet.
Im Jahre 1979 wird das Bezirksgericht Obervellach aufgelassen 
Im Jahre 1990 wird das Mölltaler Tenniszentrum eröffnet.
Im Jahre 1997 wird in der Gemeinde Obervellach mit der Errichtung des Ortskanales begonnen. 
Im Jahre 2000 werden der neue Marktplatz sowie das Erlebnisbad in Obervellach sowie das Klärwerk des Reinhalteverbandes Mölltal in Stallhofen eröffnet.


Im Jahre 2001                     
werden der neue Wirtschaftshof mit dem Altstoffsammelzentrum in Räuflach und das erweiterte Feuerwehrrüsthaus eingeweiht und in Verwendung genommen.
Im Jahre 2005 wird die Marktgemeinde Obervellach zur siebenten Gemeinde im Nationalpark Hohe Tauern ernannt.
Im Jahre 2011 wird die neu gestaltete Groppensteinschlucht Obervellach mit spektakulären Steiganlagen und Brücken eröffnet.  
Im Jahre 2018 wurden durch schwere Unwetter und das Srumtief „Vaia“ große Schäden
(Überschwemmungen, Murenabgänge und tausenden Hektar zerstörte Wälder) verursacht.  
Im Jahre 2019 Baubeginn der Um- & Ausbauarbeiten des Volksschulgebäudes mit Kindergarten und Musikschule zum Bildungscampus Obervellach.
Im Jahre 2019 verursachte das Unwettertief „Günther“ immense Schäden (Murenabgänge, Hangrutschungen) im Gemeindegebiet von Obervellach.
Im Jahre 2020 tritt im Februar die COVID-19-Pandemie in Österreich und weltweit auf.
Die Österreichische Bundesregierung verhängte im März 2020 den ersten Lockdown.  
Im Jahre 2020

Errichtung des Schulclusters "Mittleres Mölltal", welcher aus der Mittelschule Obervellach,der Nationalpark Volksschule Obervellach, der Volksschule Flattach und der Nationalpark Volksschule Mallnitz besteht. 

Beginn des Neubaus des ÖBB Wasserkraftwerks Obervellach II.